Sorgerecht.

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Fachanwältin Julia Rüping

Das Sorgerecht für gemeinsame Kinder steht während der Ehe und auch nach der Ehescheidung beiden Eltern gemeinsam zu. Das bedeutet, die Eltern entscheiden gemeinsam über die Dinge, die für das Kind von wesentlicher Bedeutung sind.

Der Elternteil, bei dem das Kind nach der Trennung / Scheidung wohnen bleibt, hat bei den alltäglichen Angelegenheiten ein Alleinentscheidungsrecht. Dieses steht auch dem anderen Elternteil zu, wenn sich das Kind im Rahmen eines Umgangskontaktes bei ihm aufhält. Können sich die Eltern über eine erhebliche Angelegenheit, die das Kind betrifft, nicht einigen bzw. verweigert ein Elternteil seine Zustimmung, so besteht die Möglichkeit diese Zustimmung gerichtlich ersetzen zu lassen. Hierfür ist ein entsprechender Antrag beim Familiengericht erforderlich.

Die Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge und Übertragung der Alleinsorge auf einen Elternteil setzt einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht voraus. Das Familiengericht prüft im Rahmen des Verfahrens, ob die Übertragung des Sorgerechts auf einen Elternteil dem Kindeswohl am besten entspricht. Kriterien heirfür sind insbesondere Kontinuität, Förderung und soziale Bindung.

Ein Teilbereich des Sorgerechts ist das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Können die Eltern sich nicht darüber einigen, wo das Kind seinen Aufenthaltsort haben soll, so kann auf Antrag das Familiengericht die Entscheidung treffen, wer von den Eltern künftig das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind ausüben darf.

 

Umgangsrecht

Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen. Gerade in der Trennungs- bzw. Scheidungssituation kommt es  jedoch häufig zu Unstimmigkeiten zwischen den Eltern darüber, wann und in welchem Umfang das Kind Umgang mit dem jeweils anderen Elternteil hat. Oft führen auch ungelöste Konflikte auf der Paarebene dazu, dass sich diese verlagern und dann im Rahmen des Umgangsrechts ausgetragen werden. Dies ist, insbesondere für die Kinder, eine äußerst belastende Situation. Das Familiengericht kann auch hier auf Antrag eine Regelung über den Umgang treffen. Davor besteht jedoch immer die Möglichkeit, außergerichtlich auf eine gemeinsame Gestaltung der Umgangskontakte hinzuwirken. Eine am Kindeswohl orientierte außergerichtliche Einigung zwischen den Eltern herbeizuführen hat für uns oberste Priorität.

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