Trennung
- wie geht's weiter?

Sie haben den Entschluss gefasst, sich von Ihrem Ehegatten bzw. Ihrer Ehegattin zu trennen? Oder Sie möchten im Vorfeld wissen, was im Falle einer Trennung auf Sie zukommt? Wir unterstützen Sie in dieser schwierigen Zeit und sorgen dafür, dass die wichtigen rechtlichen Punkte geregelt werden. 

Ihre Ansprech-
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Fachanwältin Julia Rüping

Die Ehe steckt in einer Krise und Sie oder Ihr Lebenspartner beabsichtigen sich zu trennen oder haben sich bereits getrennt. Im Zusammenhang mit der Trennung ergeben sich häufig folgende regelungsbedürftige Punkte:

01

Wer darf in der Ehewohnung / im Haus bleiben?

Für die Dauer der Trennung kann ein Ehegatte vom anderen Ehegatten verlangen, dass ihm der andere die Ehewohnung oder einen Teil davon zur alleinigen Benutzung überlässt, soweit dies auch unter Berücksichtigung der Belange des anderen Ehegatten notwendig ist, um eine unbillige Härte zu vermeiden. Können sich die Eheleute nicht darüber einigen, wer während der Trennungszeit in der Ehewohnung bzw. im gemeinsam bewohnten Haus bleibt und scheidet eine gemeinsame Nutzung aus, so kann bei Gericht ein Antrag auf Zuweisung der Ehewohnung nach § 1361 b BGB gestellt werden.

02

Die Trennung innerhalb der Ehewohnung / des Hauses

Voraussetzung für die Trennung ist, dass die eheliche Lebensgemeinschaft nicht mehr besteht. Kann eine räumliche Trennung nicht erfolgen, so besteht die Möglichkeit, die Trennung innerhalb der Ehewohnung durchzuführen. In diesem Fall muss eine Aufteilung der Zimmer vorgenommen werden. Die Gemeinschaftsräume wie Küche, Bad, WC können dabei von den Ehegatten gemeinschaftlich genutzt werden. Wichtig ist allerdings, dass gegenseitig keinerlei Versorgungsleistungen (Kochen, Wäsche waschen, Einkaufen etc.) für den getrennt lebenden Partner übernommen werden.

03

Trennungsunterhalt

Während der Zeit des Getrenntlebens hat der wirtschaftlich schwächere Ehegatte gegen seinen Ehepartner einen Anspruch auf Trennungsunterhalt. Dieser hat seinen Grund in der ehelichen Solidarität und soll den Ehepartnern die Beibehaltung des ehelichen Lebensstandards über einen gewissen Zeitraum hinweg ermöglichen. Der Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht ab dem Zeitpunkt der Trennung bis zur rechtskräftigen Scheidung der Ehe.

Um zu prüfen ob, und wenn ja in welcher Höhe ein Anspruch auf Trennungsunterhalt besteht, haben die Ehegatten gegenseitig einen Anspruch auf Auskunft über das unterhaltsrelevante Einkommen. Die Höhe des Trennungsunterhalts ist von den ehelichen Lebensverhältnissen abhängig. Beiden Ehegatten soll ermöglicht werden, diesen gemeinsam gelebten Lebensstandard über einen gewissen Zeitraum weiter zu führen.

04

Wohnvorteil

Wohnt einer der Ehegatten nach der Trennung weiterhin mietfrei in der Ehewohnung bzw. im gemeinsamen Haus, liegt darin ein finanzieller Vorteil, der im Unterhaltsrecht Wohnvorteil genannt wird. Dieser Wohnvorteil wird auf das Einkommen desjenigen angerechnet, der in der Ehewohnung / Haus verbleibt. Im ersten Trennungsjahr wird bei der Unterhaltsberechnung der Wohnvorteil nur in Höhe eines angemessenen Wohnwertes angerechnet. Hierbei geht man davon aus, dass der Betreffende in der Regel ca. 1/3 seines Einkommens für eine angemessene Miete ausgeben würde. Verdient die Ehefrau also z.B. 1.500,- € netto, dann kann ihr im Trennungsjahr ein Wohnwert von 500,- € angerechnet werden.

Nach Stellung des Scheidungsantrags ist nicht mehr vom angemessenen, sondern vom objektiven Mietwert der Immobilie auszugehen. Das bedeutet, der anzurechnende Wohnwert entspricht der Miete, die man erzielen würde, wenn man die Immobilie vermieten würde.

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