Unterhalt einfordern.

Sie möchten wissen, ob Ihnen nach der Ehescheidung überhaupt ein Anspruch auf Unterhalt zusteht und falls ja, diesen möglichst im Zusammenhang mit der Ehescheidung direkt regeln? 

Wir prüfen Ihre Ansprüche und setzen diese effektiv für Sie durch. 

Ihre Ansprech-
partnerin:

Fachanwältin Julia Rüping

Während intakter Ehe sind die Ehegatten einander verpflichtet, durch Ihre Arbeit und mit ihrem Vermögen die Familie angemessen zu unterhalten. Ist einem Ehegatten die Haushaltsführung überlassen, so erfüllt er seine Verpflichtung, durch Arbeit zum Unterhalt der Familie beizutragen, in der Regel durch Führung des Haushalts. Das Einkommen des erwerbstätigen Ehegatten dient dazu, das für den gemeinsamen Lebensunterhalt verfügbare Familieneinkommen gerecht unter den beiden Ehegatten aufzuteilen.

Haben sich die Ehegatten getrennt, so kann der bedürftige Ehegatte von dem anderen Ehegatten den, nach den Lebensverhältnissen und den Erwerbs- und Vermögensverhältnissen, angemessenen Unterhalt verlangen. Der Anspruch auf Trennungsunterhalt tritt dann an die Stelle des Familienunterhalts. Der Trennungsunterhalt wird in Form einer monatlich im Voraus zu leistenden Geldrente geschuldet. Bei der Bemessung des Tennungsunterhalts gilt der Halbteilungsgrundsatz, wobei Erwerbseinkünfte nur zu 90 % zu berücksichtigen sins (sog. Erwerbstätigenbonus). Das bedeutet, dass der unterhaltspflichtige Ehegatte maximal die Hälfte seines Einkommens für den Unterhalt des anderen Ehegatten einsetzen muss. Bei der Ermittlung der Unterhaltsansprüche ist vom Einkommen des Unterhaltspflichtigen jedoch zunächst etwaiger Kindesunterhalt in Abzug zu bringen. Auch zu berücksichtigen sind gegebenenfalls Verbindlichkeiten, die die Ehegatten während intakter Ehe gemeinsam aufgenommen haben und die die ehelichen Lebensverhältnisse geprägt haben.

Zur Wahrung des eigenen angemessenen Lebensunterhalts muss dem unterhaltspflichtigen Ehegatten nach einer Trennung mindestens soviel verbleiben, dass sein eigener Lebensunterhalt gesichert ist. Der Selbstbehalt ( Eigenbedarf) beim Erwerbstätigen beträgt in der Regel 1.280 € und beim Nichterwerbstätigen 1.180 €.

Um den Unterhaltsanspruch zu ermitteln, sind die Ehegatten einander dazu verpflichtet Auskunft über ihr Erwerbseinkommen zu erteilen. Die Aufforderung zur Auskunft dient zudem dazu, den Ehegatten in Verzug zu setzen d.h. den Unterhaltsanspruch ab dem Monat der Auskunftsaufforderung zu sichern. Wenn der Ehegatte durch das Asukunftsverlangen in Verzug gesetzt wurde, kann ab diesem Zeitpunkt rückständiger Unterhalt verlangt werden.

Hier führt jeder Monat der verstreicht, ohne dass der Ehegatte in Verzug gesetzt wird, dazu dass Sie den Unterhaltsanspruch für diese Monate verlieren. Eine frühzeitige Beratung durch eine Fachanwältin für Familienrecht kann Ihnen diese Ansprüche rechtzeitig sichern. Vereinbaren Sie gleich einen Termin für eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer familienrechtlichen Angelegenheit.

Der Anspruch auf nachehelichen Unterhalt entsteht ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Ehescheidung. Es ist ein eigenständiger Unterhaltsanspruch der den Trennungsunterhaltsanspruch ablöst. Im Gegensatz zum Trennungsunterhaltsanspruch müssen für einen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt zum Zeitpunkt der Ehescheidung allerdings besondere Gründe vorliegen:

Unterhalt wegen Betreuung eines Kindes:

Ein geschiedener Ehegatte kann von dem anderen Ehegatten für mindestens drei Jahre nach der Geburt des Kindes Unterhalt verlangen, wenn er wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht dazu in der Lage ist zu arbeiten.

Unterhalt wegen Alters:

Kann ein Ehegatte aufgrund seines Alters einer Erwerbstätigkeit nicht mehr nachgehen, so besteht ebenfalls ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt.

Unterhalt wegen Krankheit:

Kann der geschiedene Ehegatte wegen Krankheit oder anderer Gebrechen einer Erwerbstätigkeit nicht nachgehen, so hat er ab dem Zeitpunkt der Ehescheidung, der Beendigung der Pflege oder Erziehung gemeinschaftlicher Kinder, der Beendigung der Ausbildung unter bestimmten Voraussetzungen eine Anspruch auf Unterhalt wegen Krankheit.

Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit:

Findet der geschiedene Ehegatte nach der Ehescheidung keine angemessen Erwerbstätigkeit obwohl er sich ernsthaft um darum bemüht und besteht auch kein Anspruch auf Unterhalt wegen Betreuung, Alter oder Krankheit, so kommt möglicherweise ein Anspruch auf Unterhalt wegen Erwerbslosigkeit in Betracht.

Aufstockungsunterhalt:

Verfügt der geschiedene Ehegatte über ein höheres Einkommen und hat dieses Einkommen auch die ehelichen Lebensverhältnisse geprägt, so kann ein Anspruch auf Aufstockungsunterhalt bestehen, wenn die eigenen Einkünfte trotz beruflicher Tätigkeit nicht ausreichen, um den während der Ehe gewohnten Lebensbedarf zu erreichen. Auch dieser Unterhaltsanspruch greift erst dann, wenn ein Anspruch wegen Betreuung, Alter oder Krankheit nicht besteht.

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